Montag, 19. Dezember 2005

Das kann ja noch richtig Lustig werden

Was hab ich eigentlich anderes erwartet, die Kollegin hat Urlaub und die letzte Woche vor Weihnachten hat begonnen.

Mir steht die Arbeit einen Meter über dem Kopf und jeder zupft und zehrt an mir. Kitty dies - Kitty das, aber bitte bis Vorgestern. Aber dieses Spiel kenne ich ja eigentlich schon zu genüge. Alle legen ihren Mist bei mir ab und wünschen frohlockend schöne Weihnachten und ab diesem Zeitpunkt sind sie nicht mehr zu sehen und entschwinden in den Urlaub. Hallo ich möchte vielleicht auch in Urlaub und wünsch mir einen ruhigen Ausklang des Jahres.

Ach was reg ich mich eigentlich auf, ich habe auch nur zwei Hände und hexen kann ich schließlich auch nicht.

Zu allem Überfluss macht mir das surfen im www auch nicht mehr wirklich Spaß. Überall nur noch Zoff und geschlossene Foren und Blogs. Mensch was soll das, haben wir es noch nicht schwer genug, müssen wir uns das Leben auch noch gegenseitig schwer machen.

Zwitterlöckchen

Meine Kollegin nennt mich seit neustem Zwitterlöckchen, sie findet meine "Zwitterlöckchen" ja soooo süß.

Stopp Vollbremsung Halt Kehrtwende

Wie gut, das sie mein kleines Geheimnis nicht kennt.

Kitty müsste wirklich mal wieder zum Friseur.

Vorzimmerdrachen

Vorzimmerdrachen die Erste:

Vor einigen Monaten rief ich bei meiner Gynäkologin an, sie wollte dringend mit mir sprechen. Es ging um die Hormonsubstituion. Als ich also dort anrief und die Ärztin sprechen wollte, geriet ich an den Vorzimmerdrachen. Sie gab sich mit meiner Bitte, der Ärztin eine Nachricht von mir zu geben, nicht zufrieden. Sie könne schließlich keine Nachricht ohne Grund hinterlegen. Nach einigem Hin und Her erklärte ich ihr, des ginge um Intersexualität, daraufhin war es ihr scheinbar ziemlich peinlich so reagiert zu haben. Toll und solch ein Gespräch ganz am Anfang mit dieser Thematik.

Vorzimmerdrachen die Zweite:

Neulich stand ich mal wieder einem Vorzimmerdrachen gegenüber. Ich wollte eigentlich nur eine Überweisung für meine Gynäkologin haben. Da ich aber noch nie bei diesem Hausarzt war, wäre eigentlich vorher erst ein Gespräch mit der Ärztin nötig gewesen; diese war aber nicht da.

Also teilte sie mir mit, dass sie mir eigentlich keine Überweisung geben dürfte. Da ich diese aber dringend benötigte, erklärte ich ihr kurz meine Situation. Natürlich kam die Frage, ob es sich um ein Rezept für die Pille handelt. Als sie die Antwort "Nein für eine Hormonsubstitution" bekam, war die Frage/Antwortstunde beendet und ich bekam endlich die Überweisung.

Nicht aber ohne einen Hinweis auf der Überweisung, mit der dringenden Bitte der Übersendung der Befunde an den Hausarzt.

Mittlerweile kann ich über solche Vorzimmerdrachen nur müde lächeln, aber zu dieser Zeit fand ich das nicht so prickelnd. Wenn sie es halt unbedingt wissen wollen, sollen sie doch in ihr imaginäres Fettnäpfen treten. Aber bitte mit Anlauf – patsch.

Keine Mutation

Bei der Anfang September durchgeführten molekulargenetischen Blutanalyse kam es nicht zu einem Ergebnis. Festgestellt wurde lediglich, dass auf dem SRY-Gen keine Mutation vorliegt.

Heute kam endlich die lang erwartete Mail aus Magdeburg mit dem Inhalt, das jetzt weitergeforscht wird.

„Jetzt werden im Rahmen eines Forschungsprojekts noch weitere Gene untersucht, dies ist allerdings langwierig und könnte auch wieder zu keinem Ergebnis führen.“

Kitty ist ratlos!!!

Blutanalyse

Anfang September hatte ich einen Termin für eine erneute Hormonanalyse; bei dieser Gelegenheit habe ich auch gleich die molekulargenetische Blutanalyse durchführen lassen. Jetzt heißt es warten auf das Ergebnis aus Magdeburg.

Das anschließende Gespräch mit meiner Ärztin hat mir gezeigt, dass ich bei ihr in wirklich guten Händen bin. Sie zwingt mich zu nichts und hat immer ein offenes Ohr für mich. Selbst, wenn sie sich mit den einzelnen Syndromen nicht wirklich auskennt, versucht sie doch an Informationen zu gelangen.

Samstag, 17. Dezember 2005

Das erste Gespräch

Nachdem ich mich monatelang mit meiner Intersexualität beschäftigt habe, hatte ich das dringende Gefühl mit meiner Freundin darüber zu sprechen. Ich hatte soviel Informationen, die ich einfach nicht mehr für mich behalten wollte und konnte. Also versuchte ich meiner Freundin mein Geheimnis anzuvertrauen. Eigentlich sollte dieses Gespräch schon diverse mal vorher stattfinden; ich traute mich aber einfach nicht. Vor einigen Wochen erzählte ich meiner besten Freundin davon. Hätte ich gewusst, dass meine Freundin so locker auf mein Geheimnis reagiert, hätte ich es ihr auch schon vor Jahren erzählen können. Wir kennen uns mittlerweile schon weit über 20 Jahre und sind zusammen in den Kindergarten/Schule gegangen. Das war das erste Mal, das ich einem Menschen meine Geschichte erzählt habe und es viel mir verdammt schwer. Sicherlich im Nachhinein lässt sich das leicht sagen und auch was man hätte anders erzählen können. Aber das erste Mal ist es am schwersten.

Seelentröster in Not

Vor ca. 5 Jahren musste eine mir nahe stehende Bekannte, Frau M., mit starken Unterleibsschmerzen in die Uni. Da die Ursache nicht lokalisiert werden konnte, beschlossen die Ärzte eine Laparoskopie durchzuführen. Als Frau M. nach der OP aufwachte, wurde ihr mitgeteilt, dass man ihre Gebärmutter sowie die Eierstöcke entfernt hatte. Die Ärzte meinten, diese Maßnahme wäre für ihr Überleben unumgänglich gewesen. Ihr Freund rief mich abends an und erzählte mir von dieser OP; mir lief es eiskalt den Rücken runter. Ich bat ihren Freund Frau M. gute Besserung zu wünschen und sie solle mich unbedingt anrufen, wenn sie dazu in der Lage wäre. Am nächsten Abend klingelte das Telefon und Frau M. rief mich an; ich versuchte ihr Trost zu geben. Ich habe mich schon gewundert, wie schnell sie diesen Schock überwunden hat und sich bei mir gemeldet hat.

Am nächsten Tag besuchte ich sie in der Uni; wir saßen stundenlang auf dem Balkon und haben uns unterhalten. Ich versuchte ihr mitzuteilen, dass ich ihre Situation sehr gut nachvollziehen kann. Ich sagte ihr, ich könne auch keine Kinder bekommen. Mein Versuch sie dadurch zu trösten gelang auch, aber was mich wie ein Schlag getroffen hat, war ihre Aussage, dass sie das doch schon längst wüsste. Ich fragte sie, woher sie das wisse, sie meinte nur, deine Mutter hat mir das mal erzählt.

Ich fuhr mit der Bahn nachhause; ich war so wütend. Wäre meine Mutter damals nicht in Urlaub gewesen, ich weis nicht was passiert wäre.

Ärgernis

Ich mache meinen Eltern eigentlich keine Vorwürfe, nicht das ich bin, was ich bin, auch nicht das ich Gonadektomiert wurde. Sie konnten damals nur nach ihrem Kenntnisstand entscheiden, und wenn sie nicht alle Informationen bekommen haben, können sie schließlich nichts dafür. Schließlich ist das ja auch schon über 20 Jahre her und Internet ist/war ein Fremdwort für sie. Doch es gibt einige Dinge, die ich meiner Mutter ankreide. Sie ist ziemlich gesprächig und hat nachweislich mehreren Personen von mir erzählt. Ich weis allerdings nicht, wer es weis und wer nicht. Ich komme mir schon ziemlich blöde vor, den ich weis von Personen die es erzählt bekommen haben und die mit mir über Kinderkriegen und Co. sprechen. Diese Situation finde ich schon ziemlich scheiße, es ist schließlich alleine meine Entscheidung, wem ich davon erzähle oder nicht. Zumal meine Mutter einen Informationsstand über Intersexualität hat, der gleich Null geht. OK als ich angefangen habe mich mit Intersexualität zu beschäftigen, wusste ich auch nicht viel mehr – schließlich hatte ich meine Informationen von meinen Eltern. Weis sie eigentlich was sie mir damit antut????

Was mich noch ärgert ist, dass meine Mutter eigentlich keine Unterlagen von der Uni bekommen/gesammelt und für mich aufgewahrt hat. Einen spärlichen Teil meiner Unterlagen habe ich ja seit letztem Jahr in meinem Besitz; den Rest meiner Unterlagen werde ich hoffentlich auch schon noch irgendwie bekommen.

Vor kurzer Zeit habe ich von der Existenz zweier Fotos von mir aus der Universität erfahren. Ich bin fasst aus allen Wolken gefallen, als ich von diesen Fotos erfahren habe. Ich konnte es erst nicht glauben – warum weis ich von diesen Fotos nichts – schließlich sind das meine Fotos und ich sollte von ihrer Existenz wissen. Diese Fotos sollen kurz nach meiner Geburt in der Uni – noch ohne jegliche OP`s - fotografiert worden sein.

Eigentlich hat meine Mutter nur wenige Gelegenheit ausgelassen mit mir über meine Intersexualität reden zur wollen, doch seitdem ich ihr das Buch von Ulla Fröhling in die Hand gedrückt habe, verliert sich kein einziges Wort mehr darüber. Ich hoffe, das Buch bringt sie zum nachdenken und umdenken.

All das wird sich hoffentlich in der Zukunft ändern!!!

Freitag, 16. Dezember 2005

Das letzte Jahr

Die Ereignisse im letzten Jahr haben sich überschlagen. Ärger, Wut, schlaflose Nächte, neue Heimat, neue Freunde und eine unbeschreibliche Verbundenheit.

Mitte letzten Jahres benötigte meine Große für eine Untersuchung meine Unterlagen. Ich erteilte mein Einverständnis dafür; wollte aber sonst nichts damit zu tun haben. Doch leider wurde darauf keine Rücksicht genommen. Ich war so wütend auf meine Große, all die quälenden Fragen und aufgedrängten Gespräche begannen von vorne. Aus heutiger Sicht kann ich nur dankbar für die Hartnäckigkeit sein.

Ich beschloss meine Zelte in der Heimat abzubrechen. Die Gelegenheit beruflich nach Berlin zu ziehen kam mir da gerade recht. Ich war der Überzeugung, wenn ich nach Berlin ziehe, könnte ich den quälenden Gesprächen entfliehen und endlich wieder meinen Seelenfrieden finden.

Mitte Oktober letzten Jahres hielt ich meine spärlichen Unterlagen in den Händen. Ich brauchte einige Tage, bis ich bereit war mir diese Unterlagen anzusehen, natürlich habe ich anfänglich nichts von alledem, was da stand, verstanden. An den Unterlagen war ein kleiner Zettel mit der Internetadresse der XY-Frauen. Also musste das Internet herhalten, die Fülle an Informationen hat mich förmlich erschlagen. Das was dort stand, habe ich vorher noch nie gehört. Nach und nach verstand ich ansatzweise meine Unterlagen. Irgendwann schrieb ich eine Mail an die XY-Frauen, es entwickelte sich ein erster Kontakt. Wie ich allerdings an den Webmaster gekommen bin, kann ich heute nicht mehr sagen; eigentlich ist Schlepp ja gar keine Erstkontakterin; wir schrieben munter Mails hin und her. Irgendwann – Anfang dieses Jahres - war ich mir meiner Entscheidung nach Berlin zu gehen doch nicht mehr so sicher. Daraufhin schrieb Schlepp mir von ihrer Cousine, die in Berlin lebt und gab mir die E-Mail-Adresse von Grobi. Die E-Mails sausten täglich quer durch Deutschland - viele Fragen klärten sich. Grobi erzählte mir von dem Intersex-Stammtisch der Berliner GeschlechtsgenossInnen.

Allein das Wissen, ich bin nicht mehr alleine, hat mir geholfen mit meiner Intersexualität besser klar zu kommen.

So zog ich im April nach Berlin und fieberte meinem ersten F2F beim Stammtisch entgegen. Eigentlich habe ich in solchen Situationen immer ein Bauchgefühl; doch ich konnte beim besten Willen kein Gefühl ausmachen. Also ging ich zum ersten Mal zum Stammtisch. Grobi und ich trafen uns schon etwas früher. Wir haben uns auf Anhieb super verstanden. Und was soll ich sagen, ich hatte das Gefühl endlich zuhause zu sein. Es hört sich vielleicht blöd an, wenn ich sage, ich habe meine Familie gefunden, aber das ist die passendste Bezeichnung dafür. Immer wieder fällt mir dieses unsichtbare Band der Verbundenheit zu meinen GeschlechtsgenossInnen auf. Ich bin endlich in meiner Heimat, in der man mich versteht, angelangt; es bedarf nicht erst langer Gespräche um sich zu erklären.

Dieses Gefühl kam auch beim Treffen mit Schlepp wieder. Wir kannten uns bisher ja nur vom Mailen her und nach kurzer Zeit stellten wir uns Fragen, die man sich normal nicht stellen würde.

Diese Treffen und insbesondere die Erfahrungen haben mir gezeigt, ich bin nicht alleine und Verdrängen ist auf gar keinen Fall die richtige Taktik. Nun stelle ich mich meiner Vergangenheit und den zukünftigen Problemen. Neulich las ich folgenden bedeutsamen Satz in den Berliner Unterwelten

„Wer die Vergangenheit nicht kennt, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen.“

Da ich meine Vergangenheit tatsächlich nur zu einem sehr kleinen Teil kenne, bin ich gezwungen in meiner Vergangenheit zu suchen. Jetzt, da ich bereit bin meine Vergangenheit aufzuarbeiten, kommen immer mehr kleine Bruchstücke zurück. Sicherlich ist das schwelgen in solchen Erinnerungen oft schmerzhaft, aber es ist auch verdammt heilsam.

Der vorerst letzte Besuch in der Uni

Bei meinem bisher letzten Besuch in der Uni kam es dann für mich zu einem Supergau. Nach dem ewigen Warten und den üblichen Untersuchungen hieß es diesmal, ich müsste noch zu einer weiteren Untersuchung. Also wieder warten bis ich aufgerufen wurde. Man gab mir einen Becher mit einem Kontrastmittel und Limonade im Überfluss zu trinken. Und natürlich wieder mal keine Erklärung über den Sinn und Zweck dieser Untersuchung. Ich spülte dann also das Kontrastmittel mit reichlich Limonade herunter und sollte mich dann bei der freundlichen Dame melden, wenn ich auf Toilette müsste.

Nach einiger Zeit war es dann soweit und ich sagte der freundlichen Dame bescheid. Die mich dann sogleich in ein Zimmer führte, wo ich mich wieder einmal ausziehen sollte. Allerdings bekam ich diesmal ein OP-Hemdchen gereicht. Während ich mich also für die Untersuchung vorbereitete, holte die freundliche Dame eine ganze Ärzteschar hinzu. Man meinte zu mir nur, ich sollte mich auf den Behandlungstisch legen. Als ich so auf dem Tisch lag, bemerkte ich einen Röntgenapparat über mir. Die ganze Ärzteschar hatte sich mit den üblichen Bleischürzen gesichert und um mich herum platziert. Plötzlich kam einer der Ärzte mit einer riesigen Nadel auf mich zu und rammte sie mir zugleich in den Bauch. Er meinte zu mir ich sollte mich entspannen und jetzt meine Blase entleeren und das ganze würde dann geröntgt werden. Ich konnte es nicht, der Arzt wurde von Sekunde zu Sekunde wütender und meckerte mich permanent an, ich solle endlich meine Blase entleeren. Ich erklärte ihm, das ich das im liegen nicht könnte und mit den ganzen Ärzten drumherum schon mal erst recht nicht.

Der Arzt lies den Behandlungstisch dann aufrichten und meinte, ich solle es jetzt noch mal probieren. Nach einigen Versuchen gelang es endlich und die Miene des Arztes erhellte sich wieder; während der Röntgenaufnahmen stocherte dieser Sadist unaufhörlich mit dieser riesigen Nadel in mir herum. Ich weis ja nicht - ob ihm das Spaß gemacht hat – mir jedenfalls nicht.

Nach einigen Minuten kam der Arzt mit den Aufnahmen in das Behandlungszimmer zurück und seine erhellte Laune wich sofort wieder seiner Wut. Er schnauzte mich doch allen ernstes vor versammelter Mannschaft an, ich hätte die Untersuchung sabotiert und absichtlich im Moment der Röntgenaufnahmen innegehalten und er fand es eine Frechheit. Mensch diese Untersuchung war schrecklich und dann noch die ganzen Schar von Ärzten. Ich war heilfroh als die Untersuchung beendet war.

Ich habe schnell meine Sachen gepackt und bin nur noch gerannt. Vorbei an der Ärzteschar, an meiner Mutter und nix wie raus aus der Uni. Ich glaube meine Mutter hat mich gut zwei Stunden gesucht. Ich saß - in mich zusammengekauert - auf einer Bank am Fluss. Diese Untersuchung war der Horror für mich, ja diese Untersuchung hat ein Trauma in mir ausgelöst. Ich habe 18 Jahre lang nie auch nur ein Wörtchen über diese Untersuchung verloren. Es gibt nur drei Menschen die bisher davon erfahren haben. Zwei sehr liebe GeschlechtsgenossInnen und meine Große.

Nach dieser Untersuchung ging es mir so schlecht, dass ich nicht mehr leben wollte. Aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass es schon einiges bedarf um einen 12-jährigen Menschen in die Situation zu bringen, an Selbstmord zu denken. Ich habe Monate gebraucht um einigermaßen darüber hinweg zu kommen. Ich bin seither nie wieder in die Uni zurückgekehrt. Ich habe mir geschworen, dass ich mir solche Erniedrigungen nicht mehr antun lassen. Ich habe jegliche Kommunikation über das Thema im Keim erstickt. Als es mir einigermaßen besser ging, versuchte ich meine Vergangenheit zu verdrängen. Verdammte 18 Jahre lang habe ich nie auch nur ein Sterbenswörtchen darüber verloren. Mir ging es zwar nicht gut, aber ich habe versucht damit zu leben.

Die Jahre plätscherten mit mehr oder weniger großen Selbstzweifeln vor sich hin, das sollte sich mit dem ersten Kontakt zu den XY-Frauen ändern.

Erinnerungen an die Pubertät

In der folgenden Zeit wurde über das Thema geschwiegen. Ich fühlte mich mies, aber das merkte keiner. Meine unbeschwerte Kindheit war vorbei. Eigentlich sollte ja jetzt langsam die Pubertät einsetzen aber nichts geschah. Ich zog mich immer mehr in meine kleine Welt zurück. Ich wollte mit niemanden befreundet sein und ich war überzeugt davon, dass man mir ansieht, dass ich XY-Chromosomen habe.

So vergingen die Monate und ich versank in Selbstzweifel. Meine Schulkameradinnen kamen langsam in die Pubertät. Das einzigste was bei mir wuchs war der Kummer und die Einsamkeit. Mittlerweile hatte ich mich in eine Außenseiterposition manövriert. In der Schule alleine und auch zuhause. Ich dachte viel über den Sinn und Zweck des Lebens und über mich nach.
Irgendwann war es dann wieder soweit. Ich musste wieder in die Uni. Das Warten und die übliche Untersuchungen folgten. Ich konnte zwar keinen Sinn und Zweck dieser Untersuchungen feststellen, aber ich ließ es geschehen. Ich wusste ja mittlerweile von der Gonadektomie und auch das ich nie eine Periode bekommen würde. Doch plötzlich sagte der Arzt, er würde mir Hormone verschreiben, damit die Pubertät eingeleitet werden würde und ich eine Periode bekommen würde. Als ich das hörte war ich unendlich glücklich. Ich sollte also doch die Periode bekommen. Da war ein kleiner Hoffnungsschimmer in meiner Hoffnungslosigkeit. Also haben wir gleich in Uni-Stadt eine Apotheke aufgesucht und die Hormone abgeholt. Ab diesem Zeitpunkt habe ich akribisch Buch über die Hormoneinname geführt. Ich wusste ja mittlerweile über den Monatszyklus einer Frau bescheid. Also habe ich tapfer täglich eine dieser Pillen geschluckt. Als sich aber auch nach Monaten Hormoneinnahme noch keine Periode gezeigt hat, habe ich beschlossen nie wieder Hormone zu nehmen.

Es ist ja logisch, das ich trotz Hormone nie die Periode hätte bekommen können. Da frag ich mich nur insgeheim, hat der Arzt damals in der Vorlesung gepennt oder was. Er hat mit dieser Aussage damals einen Hoffnungsschimmer in mir ausgelöst. Mein Glaube an die Ärzte hat sich dadurch sicherlich nicht verbessert.
Das nächste Unifreie Jahr begann wieder mit Gesprächen. Stück für Stück bekam ich weitere kleine schreckliche Details über mich und meine Operationen mitgeteilt. Plötzlich war ich ein Hermaphrodit/ein Zwitter. Zwitter kannte ich nur als ein durchaus böses Wort. Damit konnte und wollte ich mich nicht identifizieren. Ich konnte doch kein Zwitter sein, ich sollte doch ein Mädchen sein. Mir wurde erklärt, dass ich im Mutterleib einer zu hohen Dosis männlicher Hormone ausgesetzt worden war. Dadurch hätten sich meine Gonaden nicht richtig entwickelt und hätten, wegen dem Krebsrisiko, entfernt werden müssen. Die lieben Studien lassen grüßen. Von dem vorhandenen Hodengewebe war natürlich zu diesem Zeitpunkt nie die Rede. Meine Mutter musste doch den Schein eines Mädchens wahren, da wäre das Thema Hoden das denkbar schlechteste Thema gewesen.

Mein Vertrauen in die Ärzte war nicht das Beste, mir wurde nie der Grund und Zweck der Untersuchungen mitgeteilt, ich hatte immer alles brav über mich ergehen zu lassen. Meistens waren diese Untersuchungen ja auch gar nicht so schlimm, aber es wäre doch schon schön gewesen zu wissen, was der Arzt da Drückenderweise in meinem Bauch suchte. Gut das Körpergröße und Gewichtmessen hätte man mir auch nicht erklären brauchen, aber wozu dienten all die anderen Untersuchungen.

Auf meine Frage an den Arzt, nach anderen Betroffen, hieß es immer nur, das wäre so selten und es würde keine anderen Betroffenen geben und ich bräuchte mir keine Hoffnung machen, jemals andere kennen zu lernen. BlaBlaBla

Aha; ich kenne euch also gar nicht. Wenn ich mir diesen Spruch vom Arzt ins Gedächtnis rufe, könnte ich heulen. Mein Leben hätte ganz anders laufen können, hätte dieser idiotische Arzt damals nicht gelogen. Solle ich diesen Arzt jemals wieder sehen, werde ich ihn fragen, was er sich dabei gedacht hat mir solche Lügen zu erzählen.

Erinnerungen an die Kindheit

Meine erste Erinnerung an mein intersexuelles Leben spielt im März 1982. Komisch das ich mich daran noch so genau erinnern kann, das ist ja nunmehr schon über 20 Jahre her. Ich erinnere mich, das ich damals nach meiner OP im Aufwachraum lag und merkte, irgendetwas ist anders. Ich versuchte in meiner Schläfrigkeit herauszufinden was dieses Etwas war.

Dieses Etwas war nicht nur die durchgeführte Gonadektomie, von deren Tragweite ich dann im Alter von ca. 11 Jahren erfuhr, sondern auch die Klitorisreduktion. Von dieser gleichzeitig durchgeführten Operation erfuhr ich allerdings bis zu dem Zeitpunkt vor ca. einem Jahr nichts. Vor einem Jahr kam ich in den Besitz eines kleinen Teils meiner Unterlagen, aber dazu später mehr.

Meine nächste Erinnerung findet schätzungsweise am gleichen Tag statt. Als meine Mutter abends die Uni verlässt, bin ich frisch operiert, über mein Gitterbett geklettert und meiner Mutter hinterher gerannt. Ich weis nicht, wie weit ich gekommen bin, aber ich habe in meiner Erinnerung immer die Uni und insbesondere meinen düsteren Zimmertrakt von außen vor Augen. Es war ein dunkler ziemlich tief in die Erde gebauter Trakt; in das Zimmer fiel kaum Sonnenlicht.

Das sind, an die damalige Zeit mit ca. fünf Jahren, auch schon alle Erinnerungen. Was das damals für Operationen waren und die Auswirkungen dieser wusste ich natürlich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Das sollte ca. 6 Jahre später geschehen.

Also gingen die Jahre vorbei und ich versuchte das erlebte zu verarbeiten. Jedes Jahr ging es in die Uni. Jedes Jahr das gleiche Theater; ich wollte dort nicht hin - ich musste dort hin. In der Uni angekommen hieß es wieder warten. Mir kam es wie Stunden vor; doch dann nach einer Ewigkeit war ich dann doch an der Reihe. Ich musste mich ausziehen und auf der Liege platz nehmen. Es folgte eine kurze Untersuchung und ein nichts sagendes Gespräch mit mir/über mich und dann mit meiner Mutter. Ich verstand kein Wort davon. Ich wollte da nur raus. Die ausgelieferte Situation und der Gestank in der Uni haben mich angeekelt.

Meine nächste Erinnerung kann ich zeitlich nicht einordnen, ich weis nur, dass ich nackt, in einem dunklem Keller, vor einem Vorhang stehe und Fotos von mir geschossen werden. Ich schätze, da müsste ich so Sieben oder Acht Jahren gewesen sein.

Dann mit elf Jahren hieß es wieder einmal auf zur Uni. Was an diesem Tag geschehen sollte, hat mein bisheriges Leben verändert. Wie jedes Mal wollte ich nicht in die Uni; mir blieb aber nichts anderes übrig als gehorsam zu sein und so fand ich mich irgendwann - wie schon so oft - im Wartezimmer in der Uni wieder. Der Gestank und die Atmosphäre waren scheußlich. Nach einer Ewigkeit wurde ich aufgerufen. Wie jedes Mal musste ich mich ausziehen und auf der Liege Platznehmen. Als ich da so lag und krampfhaft die Decke anstarte, untersuchte mich der Arzt. Plötzlich meinte der Arzt zu meiner Mutter es wäre doch alles in bester Ordnung und ich würde mich ja prächtig entwickeln. Und dann kam die Aussage, die mir das Blut in den Adern gefrieren lies. Er sprach von der Entfernung der Eierstöcke und der Gebärmutter. Ich war geschockt, ich war gelähmt, ich wollte auf der Stelle im Erdboden versinken und verschwinden. Als ich mich endlich wieder anziehen durfte bin ich so schnell wie möglich aus der Uni gerannt. Als meine Mutter mich dann am Rande der Uni fand war ich total verstört. Ich fragte sie, ob ich nun keine Kinder mehr bekommen könnte - eigentlich kannte ich die Antwort ja schon längst. Ich glaube das war die einprägsamste Antwort die ich je in meinem Leben bekommen habe. Wir sind dann noch lange am Fluss entlang der Uni gelaufen. Sie hat versucht mir alles zu erklären. Doch mit elf Jahren war ich alles andere - nur nicht im Stande - solch einen Sachverhalt zu verstehen.

Sie erzählte mir von der Gonadektomie, das mir die Gebärmutter und die Eierstöcke entfernt wurden, und das ich später noch eine Operation machen lassen müsste - eine Vaginalplastik. Spätestens an diesem Punkt war das für mich zu viel, den Rest über meine XY-Chromosomen habe ich dann schon gar nicht mehr richtig wahrnehmen können. In meinem Kopf geisterte nur dieser eine Satz umher: "Nein du kannst keine eigenen Kinder bekommen."
Nach dem Besuch in der Uni ging es regelmäßig zu Besuch bei der Verwandtschaft. Bei der Verwandtschaft angekommen, wurde dann wieder auf Friede Freude Eierkuchen gemacht. Wie es mir dabei ging, wurde nicht hinterfragt: Ich fühlte mich scheußlich und abartig. Ich wusste aus der Schule das XY-Chromosomen für Männer stehen und XX-Chromosomen für Frauen. Ich war ein Mädchen - zumindest dachte ich das bis dahin - und sollte XY-Chromosomen haben. Ich musste ein Monster sein. Meine Kindheit war schlagartig beendet.

Donnerstag, 15. Dezember 2005

Umzug

Der Einfachheit halber werde ich in den nächsten Tagen hier in dieser Rubrik einige ältere Blogeinträge aus meiner alten Heimat einstellen. Diese Beiträge liegen mir sehr am Herzen und dürfen in meinem neuen Zuhause auf gar keinen Fall fehlen.

In diesen Beiträgen habe ich versucht meine verworrenen Gedanken und Erinnerungen zu Papier zu bringen und zu sortieren. Nicht immer ist es mir gelungen, aber alleine die Tatsache, in der Vergangenheit zu wühlen hat mich einige Schritte nach vorne gebracht.

Einige Beiträge werde ich sicherlich auch etwas umschreiben, aber im Großen und Ganzen werden die Beiträge in ihrer ursprünglichen Form bestehen bleiben.

Freundschaften

Wie soll ich meine Gefühle beschreiben, wenn ich diese selbst nicht in Worte fassen kann.

Ich rede nicht über gute Bekannte, da wüsste ich, wie ich meine persönlichen Gefühle beschreiben sollte. Ich rede auch nicht von lieben langjährigen Freundschaften.

Nein ich versuche Worte für wirklich besondere Freundschaften zu finden, Freundschaften zu Menschen die ich vielleicht ein oder zweimal bisher getroffen habe, die mir aber so verdammt ans Herz gewachsen sind. Freundschaften mit denen ich mich auch ohne Worte versteh, die mir immens viel Kraft geben. Freundschaften die einen trösten und Halt geben und immer für einander da sind.

Ich finde einfach keine Worte, die aussagekräftig genug wären, um diese Gefühle zu beschreiben. Ich bin einfach nur überglücklich diese Menschen um mich herum haben zu dürfen.

Danke an all meine lieben Freundschaften auch ohne Blogs

Mittwoch, 14. Dezember 2005

Tour durch Berlin - Tour 2

Willkommen in den Berliner Unterwelten hieß es zu Beginn unserer Berlintour. Grobi und ich besichtigten den Flakturm im Humboldhain. Der größte Teil des ca. 40 Meter großen Verteidigungsbunkers befindet sich unterirdisch und ist in der Unterweltentour 2 bis zum zweiten Stockwerk zu besichtigen; ab nächstes Jahr wird die Tour bis in den dritten Stock führen. In einer Extremen Tour ist es bereits heute möglich alle sieben Stockwerke des Flakturms zu besichtigen. Gut Behelmt ging es im Turm III in den Raum unterhalb des Flakgeschützes – an dieser Stelle ist die Decke 3,8 Meter dick. Die Dicke der Decke war wegen des Gewichtes des Flakgeschützes von mehreren Tonnen notwendig. Nachdem wir anhand einer alten Fotografie aus dem Jahre 1945 die Ausmaße des Flakturms mit dazugehörigem Leitturm besichtigen durften ging es über eine Wendeltreppe einen Stock tiefer. Dort angelangt, konnte der Munitionsaufzug besichtigt werden und ein sehr interessanter ca. 30-minütiger Diavortrag zur Geschichte der Flaktürme in Deutschland und Östereich folgte. In dem Flakturm ist es zu jeder Jahreszeit nur ca. 10 Grad warm und nach 30 Minuten waren wir froh, dass wir uns wieder etwas bewegen konnten. Über den Verbindungsgang ging es vom Turm III in den Turm II. Der gesamte Flakturm bestand ursprünglich aus vier Türmen; die Türme I und IV sowie der Leitturm wurden im April 1946 bzw. Juli 1947 gesprengt. Die Auswirkungen dieser Sprengung sind heute noch gut sichtbar im Verbindungsgang zu sehen. Zurück am Tageslicht genossen wir erstmal die wärmenden Sonnenstrahlen.

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Nun ging es über kleinere Umwege nach Kreuzberg zum Essen. Nach einer leckeren Stärkung ging es mit kleinem Stop wegen des Berlin-Marathons zum Panoramapunkt am Potsdamer Platz auf das Daimler Chrysler-Center. Im schnellsten Aufzug Europas ging es pro Sekunde 8,5 Meter in die Höhe und nach 20 Sekunden sind wir im 24. Stock angelangt. Die Höhe ist wirklich beeindrucken und nicht für Leute mit extremer Höhenangst geeignet – doch Grobi und ich haben unseren ganzen Mut zusammengenommen und den atemberaubenden Blick genossen. Die Aussicht über Berlin ist gigantisch und sehr empfehlenswert. Unsere Blicke kreisten rund über Berlin, ganz im Westen auf den Teufelsberg, über den Reichstag und das Brandenburger Tor in Richtung Osten über den Berliner Dom und den Fernsehturm am Alexanderplatz.
Bei einer Tasse Kaffe haben wir den wunderschönen Tag ausklingen lassen und schon neue Ziel für die nächste Tour geschmiedet.

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Es gäbe noch so viel über den Flakturm und die Aussicht vom Panoramablick zu berichten – doch schaut es euch selbst an – es lohnt sich wirklich.

Leben zwischen den Geschlechtern Intersexualität - Erfahrungen in einem Tabu-Bereich

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von Ulla Fröhling

Inhaltliche Beschreibung

Etwa 100 000 Menschen in Deutschland sind intersexuell. Manche sehen eindeutig weiblich aus - oft schön wie Models -und haben doch weder Gebärmutter noch Eierstöcke, anderen Mädchen wächst in der Pubertät ein Penis. Bei Jungen hat das Geschlechtsteil mitunter eine so ungewöhnliche Form, dass Mediziner empfehlen, daraus eine Scheide zu konstruieren und das Kind als Mädchen aufwachsen zu lassen - nur drei Möglichkeiten in einer Fülle von Formen der Intersexualität, die mit dem vieldiskutierten Roman »Middlesex« von Jeffrey Eugenides nun auch erfolgreich Eingang in die Literatur gefunden hat.

Da die Gesellschaft noch kein drittes Geschlecht zulässt, treffen Eltern und Chirurgen oft frühzeitig eine Entscheidung. War der Entschluss falsch, kann das für die Betroffenen mit großen persönlichen Dramen verbunden sein. Ulla Fröhling lernte viele Intersexuelle kennen, die von ihrem Leben, ihren Kämpfen, Konflikten und dem wachsenden Selbstbewusstsein der Intersex-Bewegung berichten. Einige von ihnen sprechen zum ersten Mal über diesen Tabubereich. Interviews mit Medizinern, Sexualwissenschaftlern, Therapeuten, Informationen über Genetik und ein umfangreicher Service-Teil ergänzen dieses erste deutsche Sachbuch zum Thema.

ISBN 3-86153-290-5

Rezension

Ein wirklich sehr empfehlenswertes Buch über Intersexualität mit vielen persönlichen Geschichten.

Ein Muss für jeden Interessierten und Betroffene.

Berliner Unterwelten - Tour 3

Eigentlich dürfen in den Berliner Unterwelten keine Fotos gemacht werden, aber nachdem Grobi dem 1. Vorsitzende den Intersex-Hintergrund erklärt hatte, hatte er ein Herz für uns und lies uns diese Fotos bereitwillig schießen.

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Diese beiden Fotos sind mit freundlicher Genehmigung des 1. Vorsitzenden der Berliner Unterwelten entstanden. Er machte Grobi und mir sogar das Angebot, jederzeit mit einem Stativ und richtiger Beleuchtung die Fotos zu wiederholen. Vielen Dank für dieses Angebot.
Leider war unsere Gruppe viel zu groß, so dass wir uns in den Bunkerräumen sehr gedrängt wieder fanden. An das Besichtigen der Ausstellungsstücke war nicht wirklich zu denken. Da Extra-Touren eingeschoben wurden, mussten wir ständig warten oder im Schnelldurchgang durch die Bunkeranlage eilen.

Der Besuch des Bunkers lohnt sich wirklich. Neben der Gasschleuse im Eingangsbereich und den Abort-Wegweisern durften wir uns die Aborts (Torfschichttoiletten) ansehen.

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Wir besichtigten Aufenthaltsräume für die Bevölkerung, Wach- und Hilfsräume, Schlafräume etc.. Die Belüftungseinrichtung in den Bunkern wurden uns anschaulich demonstriert; leider war diese Belüftungseinrichtung eine Fehlkonstruktion, weil im Falle eines Angriffs keine U-Bahnen fuhren und so keine Luft in die Belüftungsschächte gedrückt wurde.

Wir bekamen viele weitere Informationen zu dem Bunker vermittelt, welche ich hier nicht verraten möchte, da ihr euch die Tour lieber selber ansehen solltet.

Grobi und ich freuen uns jedenfalls schon auf die nächsten Unterwelt-Touren.

Neues bei 20Six

Was zum Teufel soll das bei 20Six???

Ich brauche ein Passwort um meinen Blog zu besuchen. Doch er nimmt mein Passwort nicht an; weder das alte noch das neue bringt den Blog zum erscheinen.

Das kann ja wohl nicht wahr sein, da kann ich mich nur glücklich schätzen, dass ich hier ein neues zuhause gefunden habe.

Dass die neue Software für den Kindergarten ist, haben wir ja schon vor einiger Zeit festgestellt, aber damit hätte ich nicht gerechnet. Mal schauen, ob sich das die nächsten Tage ändert und der Blog doch noch sichtbar wird.

So das Problem ist dank des Streikblogs gelöst. Über die traurigen Überreste des Blogs möchte ich lieber keine Worte verlieren - es ist zum heulen.

Montag, 12. Dezember 2005

Ende der Testphase

Nachdem der Test immer noch nicht richtig läuft, habe ich beschlossen den Test abzubrechen. Ich habe nach bestem Wissen und Gewissen getestet und massig Fehlermeldungen kassiert. Der Häuptling bringt es einfach nicht auf die Reihe mir die entsprechenden Rechte zu verleihen. Ohne diese Rechte kann ich aber nicht gescheit testen. Also war`s das jetzt endgültig.

Grund dafür ist eine lächerliche E-Mail mit dem Inhalt, dass es nicht angedacht war gewisse Software-Treiber zu testen. Doch genau diese Treibe sind für meine tägliche Arbeit äußerst wichtig. Es wäre angeblich auch nicht mehr möglich die Treiber auf die Schnell zu installieren und zu testen. Da kann ich nur lachen - wie lange dauert es wohl 5 unterschiedliche Treiber zu installieren.

Ok dann teste ich eben nicht und lehne mich gemütlich in meinem Stuhl zurück und warte auf das vorprogrammierte Chaos - mir soll es recht sein. Es wird mir eine Genugtuung sein, im Januar zu sagen, ich hab es doch gesagt.

Verarschen kann ich mich auch alleine, da brauch ich den Häuptling ganz gewiss nicht dazu.

Von Weihnachtsmärkten und Taschendieben

Uhi was war das für ein Wochenende. Meine Große und ich haben intensives Weihnachtsmarkt-Hopping betrieben. Angefangen hat es mit dem Weihnachtsmarkt am Alexanderplatz, wobei das eigentlich kein Weihnachtsmarkt war, sondern eher ein Rummel. Weiter ging’s über das Opernpalais zum Gendarmenmarkt. Am Gendarmenmarkt gibt es wirklich den leckersten Glühwein den ich je getrunken habe –eigentlich mag ich Glühwein nicht wirklich, aber der war lecker. Danke für den Tipp lieb Grobi.

Dann waren da noch die Weihnachtsmärkte an der Gedächtniskirche, am Potsdamer Platz und in der Sophienstr. Jeder hatte so seinen eigenen Charme, die Atmosphäre auf dem Gendarmenmarkt war für mich auf jeden Falle am weihnachtlichsten.

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Am Potsdamer Platz gibt es noch die Blacklight-Galerie. Dort sind Kunstwerke zu besichtigen, die nur unter Schwarzlich so richtig zur Geltung kommen.

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Aber Abwechslung muss bekanntlich ja auch mal sein, also waren wir noch in der Adlon-Stube zum speisen – das ist aber echt nicht meine Welt – dann ging es in der Blue Man Group. Eine echt witzige, beeindruckende, atemberaubende Show. Zwar für das Gebotene reichlich teuer, aber es lohnt sich echt. Übrigens nur die ersten sechs Sitzreihen bekommen solche „durchaus kleidsame“ Überzieher verpasst.

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Da wir die Berliner-Sehenswürdigkeiten ja schon in groß kennen, haben wir uns diese mal in kleiner angeschaut. Bei der Loxx Miniatur Welten Berlin in der Nähe vom Kurfürstendamm gibt es auf 2.500 qm eine Modeleisenbahnanlage mit einigen Nachgebauten Berliner-Sehenswürdigkeiten. Neben dem Fernsehturm, Brandenburger Tor und dem Reichstag, wurde dort auch der Flughafen Berlin-Tegel nachgebaut. Eigentlich nicht besonders erwähnenswert, aber auf diesem Modelteil finden tatsächlich richtige Landungen und Starts von putzigen Modelflugzeugen statt.

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Auf dem Rückweg in meine Bude machte sich am Kottbusser Tor doch tatsächlich so ein Taschendieb am meinem Rücksack zu schaffen. Ich dachte mir nur beim Einsteigen in die U-Bahn, warum wird den plötzlich der Rücksack so leicht; als ich mich umdrehte stand da so ein Typ und fummelte an dem Reisverschluss rum. Es hätte nicht viel gefehlt und der Rucksack wäre auf gewesen, so konnte ich den Diebstahl gerade noch verhindern.

So jetzt habe ich erstmal keine Lust mehr auf Weihnachtsmärkte; nächstes Wochenende werde ich dann für dieses Jahr auf den letzten Weihnachtsmarkt in der Heimat gehen.

Donnerstag, 8. Dezember 2005

Amoklauf während der Testphase

Im Januar sollen unsere Rechner auf einen neuen Server gelegt werde; bevor dies geschieht hatte man sich entschlossen eine Testphase laufen zu lassen.

Heute sollte also die Zweitägige Testphase starten. Wir bekamen Testprotokolle an die Hand, die wir abarbeiten sollten. Doch schon das Anmelden an dem Rechner stellte uns vor eine unüberwindbare Hürde. Nach zig Telefonaten war diese Hürde dann endlich. Gerade noch rechtzeitig für die anberaumte Besprechung konnten wir den Rechner in Betrieb nehmen. Zurück aus der Besprechung sollte es dann also mit dem Test losgehen.

Ich noch frohen Mutes ran an den Rechner und bereit zum Start des großen Tests musste allerdings sehr schnell feststellen das ich nicht auf die zu testenden Datenbanken komme und auch nicht an die Drucker und und und. Ich also wieder ran ans Telefon und mein Problem geschildert. Doch meine Probleme können nicht gelöst werden.

Völlig entnervt und dem Amoklauf verdammt nahe habe ich dann erst mal meinem Ärger Luft gemacht und an entsprechender Stelle mitgeteilt, das ich so den Test auf gar keinen Fall durchführen kann und werde. Das Ergebnis ist, das der Test auf unbestimmte Zeit verlängert wird und ich hoffentlich doch noch meine Software zum testen eingespielt bekomme. Mensch was war ich wütend; so habe ich mich selber noch nie erlebt.

Das Ergebnis nach 8 Stunden Arbeit war heute gleich Null. Nach einer Stunde Besprechung und mindestens sechs Stunden sinnlosen Telefonaten habe ich mich dann entschlossen mal meine eigentliche Arbeit in Angriff zu nehmen.

Einzig die Vorfreude auf den heutigen Stammtisch hat mich heute nicht wirklich Amok laufen lassen. So und nun lege ich den Amokschalter auf Harmonie um und mach mich auf den Weg zu Grobi. und dann geht es lecker Bierchen schlabbern.

Mittwoch, 7. Dezember 2005

Smily

Wo kann ich bloß diesen Smily vor der Blog-URL einstellen???

Kitty-Ratlos

Kampf

Momentan kämpfe ich noch mit der Bedienung dieses Weblogs; aber es macht Spaß hier zu basteln.

Das mit den Links und den Abonnements war ja eigentlich noch ganz einfach. Aber irgendwie verzweifle ich gerade an dem verdammten Wetter - warum zeigt er mir das Wetter nicht so schön wie bei Grobi. an.

Na ja vorerst gebe ich mich mit dem Layout zufrieden. Aber warum um alles in der Welt zeigt er mir das Wetter nicht an.

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Wie üblich für ein Gästebuch könnt ihr euch hier verewigen.

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Zuletzt aktualisiert: 24. Mai, 20:36

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